Verband Industriekultur: Lobbyarbeit fürs Kulturerbe gegründet
Dortmund (cme). Welterbestätten, Museen, Rundwege: Gut Fünfzig mit dem Industrieerbe befasste Institutionen haben in Dortmund einen eigenen Interessenverband gegründet. Die beiden Landschaftsverbände Westfalen-Lippe (LWL) und Rheinland (LVR), die als Träger von insgesamt 16 Industriemuseen mit zu den größten Akteuren im Bereich Industriekultur zählend, hatten dies initiiert. Das Anliegen: Die Szene der Industriekultur soll eine zentrale und bundesweit agierende Interessensvertretung erhalten.
Akteure aus dem ganzen Bundesgebiet gründeten am 1. April in Dortmund den Bundesverband Industriekultur Deutschland e. V. Unter den Gründungsmitgliedern sind alle deutschen UNESCO-Welterbestätten mit Industriebezug wie die Völklinger Hütte, Zeche Zollverein in Essen, das im Harz gelegene Bergwerk Rammelsberg oder das Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld. Der Verband soll die Lobby der Industriekultur gegenüber der Politik stärken und die Aktivitäten in Ost und West besser miteinander vernetzen.
"Wind- und Wassermühlen als älteste Maschinen der Menschheit gehören hier unbedingt mitvertreten, auch wenn die bezeichneten Mühlenarten zumeist dem Handwerk und weniger der Industriekultur zuzuordnen sind". so DGM-Präsident Reinhold Pillich, der bei der Gründungsversammlung dabei war.